Rassen unserer Pferde

Nicht all unsere Tiere sind reinrassig gezüchtete Ponys und Pferde mit Abstammungspapieren. Jene, welche jedoch über einen Stammbaum verfügen, sind hier mit einem kurzen Rassenportrait vermerkt.
 
 

Freiberger ("Hiver")

     
  Zuchtgebiet: Schweiz
     
  Haupteinsatz: Fahr- und Reitpferd für Sport und Freizeit
     
  Stockmass: 150 - 160 cm
     
  Farben: alle (überwiegend Braune und Füchse)
     
  Beschreibung:
Der Freiberger als einzige urtümliche Schweizer Pferderasse stellt heute den letzten Vertreter des leichten Kaltblutpferdes in Europa dar. Die Wiege der Rasse befindet sich auf dem Hochplateau der Freiberge im Jura, an der nordwestlichen Grenze des Landes.

In der gebirgigen Schweiz mit ihrem teils rauhen Klima sind zähe und leichte Pferde gefragt. Der Freiberger ist ein solches Pferd. Seit mehr als 100 Jahren setzen sich Schweizer Pferdezuchtgenossenschaften für den Freiberger ein. Sie haben den Gefährten unserer Grosseltern zu einem modernen, vielseitigen Pferd gemacht.

Gezüchtet wird ein ausdrucksvolles, rassetypisches, mittelrahmiges, korrektes, leistungsstarkes, umgängliches und marktgerechtes Pferd im mittelschweren Typ mit schwungvollen, elastischen, korrekten Bewegungen und trittsicheren Gängen.

Aufgrund seines ausgeglichenen, nervenstarken Charakters, seiner Leistungsbereitschaft, Fahr- und Reiteignung sowie Fruchtbarkeit, Robustheit, Frühreife und Leichtfuttrigkeit soll es ein typisches Fahr- und Reitpferd für Freizeit, Sport, Landwirtschaft und Armee sein.

Die heutige Rasse wurde um 1880 durch die Anpaarung von kleineren, in der Erscheinung bescheidenen Landesstuten mit kompakten Warmbluthengsten englischer und französischer Herkunft geschaffen. Bedingt durch die steigende Nachfrage nach Freizeit- und Fahrpferden erfolgte in letzter Zeit eine vorsichtige Blutauffrischung mit Hengsten aus Schweden und Frankreich. Heute wird wieder die Methode der Reinzucht angewendet.

 

 

New Forest ("Sydney")

     
  Zuchtgebiet: Grossbritannien
     
  Haupteinsatz: Reit- und Kutschpony
     
  Stockmass: 122 - 147 cm
     
  Farben: alle Farben ausser Schecken
     
  Beschreibung:
Das New-Forest-Pony  gehört zu den Rassen mit der größten Anzahl an Einkreuzungen.

Gute Reitqualitäten durch lange, schräge Schulter. der Kopf ist ehr Pferd- als Ponyähnlich. Die halbwild im Wald lebenden Tiere  werden nur max. 127 cm hoch, die auf Gestüten gezüchteten Ponys dagegen  bis 147cm.

Das New Forest ist ein ruhiges und genügsames Pony. Der Lebensraum der Ponys war leicht zugänglich, da jeder der durch Südengland reiste  den New Forest durchquerte. Dadurch entstand auf die Vielfalt an Einkreuzungen.

Zwischendurch war der Tierbestand jedoch so stark zurück gegangen das ganz gezielt Dartmoor-, Exmoor-, Highland-, Fell-, Dales-, Hackney-, Clydsdale und Araberblut eingeführt wurde. Dies war wohl der Grundstock für das heutige Erscheinungsbild dieser Rasse.

 

 

Haflinger ("Lorenz")

     
  Zuchtgebiet: Österreich
     
  Haupteinsatz: Reiten und Fahren
     
  Stockmass: 138 - 150 cm (bei gutem Exterieur auch grösser)
     
  Farben: Fuchsfarben von Licht- bis Kohlfuchs, bei lichtem Langhaar
     
  Beschreibung:
Der Haflinger stammt ursprünglich aus Tirol, aus dem Dorf Hafling. Begründer dieser Rasse ist der Hengst 249 Folie.

Nach den geltenden Zuchtbestimmungen darf sich nur noch Haflinger nennen, was entsprechend der Rassebestimmungen des Ursprungslands auch ein Haflinger ist. Das bedeutet, dass als Mindestanforderung 6 Generationen Reinzucht  nachgewiesen sein muss, damit nicht  mehr als 1,56 % (ox-) Fremdblut vorhanden ist.

Der Haflinger verfügt über ein sehr freundliches Wesen. Ein universell einzusetzendes Pferd, für Freizeit und Sport.

 

 

Welsh Mountain ("Shaitan")

     
  Zuchtgebiet: Grossbritannien
     
  Haupteinsatz: Kinderreit- und Fahrpony
     
  Stockmass: bis 122 cm
     
  Farben: alle Farben ausser Schecken
     
  Beschreibung:
Das Welsh-Pony (Sek.A) ist keltischen Ursprungs und entwickelte sich in über tausend Jahren im walisischen Bergland. So blieb seine Härte und Leichtfuttrigkeit bis heute erhalten.

Ende des 18. Jahrhundert kam es in England groß in Mode, daß die Kinder des Adels ihre Eltern bei deren Ritten auf einem sanftmütigen, wunderschönen Pony begleiteten. Seit über 200 Jahren wird das Welsh A gezielt auf seine Eignung für die ersten Reitversuche kleiner Kinder selektiert.

Der Gang ist raumgreifend, elastisch frei aus der Schulter auch mit Aktion, mit energischem Antritt und Schub aus der Hinterhand.

Das Welsh Mountain ist edel, unempfindlich, anspruchslos in Haltung und Umgang, lebhaft, gutwillig und mutig.

 

 

Shetlandpony ("Joya")

     
  Zuchtgebiet: England
     
  Haupteinsatz: Kinder- und Fahrpony, Nutzpony
     
  Stockmass: 95 - 107 cm (CH nach unten keine Grenze)
     
  Farben: alle (ausser Tigerschecke)
     
  Beschreibung:
Das Shetlandpony kommt ursprünglich von den Shetlandinseln. Sie wurden während der industriellen Revolution auf das britische Festland gebracht und dort im Bergbau unter Tage als Grubenponies eingesetzt. Heute erfreuen sich die robusten Ponys als erste Reitpferde für Kinder sowie als kräftige und ausdauernde Fahrpferde großer Beliebtheit.

Das Shetlandpony hat einen verhältnismäßig großen Kopf mit breiter Stirn, fast quadratischem Maul, großen Nüstern und kleinen Ohren auf einem kräftigen Hals. Die Beine sind kurz und kräftig, mit klaren Gelenken und harten Hufen. Es besitzt einen dichten Schweif, eine dichte Mähne und einen dichten Schopf, zudem hat es im Winter ein dichtes und dickes Fell und hat zudem noch dichten Behang an Fesseln und Unterkiefer. Das Shetlandpony soll maximal 107 cm groß werden, das Minishetty lediglich 87 cm. Abzeichen sind selten.

Alle Farben außer Tigerschecken sind zugelassen. In der Shetlandponyzucht, wo die sogenannte Tigerscheckenfarben zur Geltung kommen, nennt man sie nicht mehr Shetlandpony, sondern Appaloosapony, weil es den Tigerschecken in der Zucht nicht gibt.

 

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